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Pfingstnacht
Liturgische Performances durch die Nacht
27.Mai: In dieser Nacht feierten wir mit viel Wind (das hebräische Wort für Geist heißt "Wind, Atem, Weite, Bewegung"), elektronischer Musik (Gamequarter), Performances zu biblischen Pfingsttexten (Playing-Arts Team) und inszeniertem Essen zwischen Küche und Altar das Pfingstfest. Die Kirchentrojaner versetzten mit ihren Raumszenerien die Besucher und Besucherinnen beim Hineingehen in die Kirche in Situationen kurz vor Pfingsten. Der Eingang führte nach oben über die Empore, wo in dieser Nacht eine Lounge eingerichtet war - und von dort aus über die Jakobstreppe direkt hinunter in den Kirchenraum
"Immer eine Kirchenbank dabei"
am Samstag 19.Mai wanderte eine Kirchenbank aus der Jugendkirche durch die U-Bahn zum Schloßplatz, auf den Markt, zur Stifstkirche, über die Königstraße und die Theoder-Heuss Straße bis zum Haus 44. Gerne nahmen die Menschen in der Stadt auf der Kirchenbank Platz und informierten sich über die "Nacht der offenen Kirchen" in der Pfingstnacht.
Die Bank wurde begleitet von Gerald Klahr, Martin Blumenroth, Sarah Fischer, Sophia Stoll und Petra Dais
Werkstatttag
mit der Künstlerin Gabi Erne und der Religionsklasse aus der Schule im Sand/ Bietigheim am 16.Mai
Die SchülerInnen wurden eingeladen mit der Frage: Warum sagt Jesus „das ist mein Leib“, wenn er mit den Jüngern beim Abendmahl das Brot bricht? In einem „heiligen Spiel“ konnten sie erfahren was Brot außer körperlicher Sättigung in der christlich geprägten Kultur noch bedeutet. Brot als Zeichen für Fürsorge, Umsicht, Liebe, Zuwendung. Sättigendes Brot als Symbol für das nährende Wort Gottes.
Um das Brot genau wahrnehmen zu können in seiner Besonderheit, bekam jeder ein eigenes Brot und konnte es sich in einem Bewegungsbogen von fühlen, riechen, beschreiben, am Ende auch an den Leib binden. Am Leib wird das Brot anders, eben leiblicher erfahren, als in der Hand.
Ein Teil des Brotes gab es zum Mittagessen. Mit dem anderen Teil wurden am Nachmittag in der offenen Werkstatt Objekte auf Palettenstücken gebaut. Die Objekte waren inspiriert durch die Möglichkeit der Materialwahl, zusätzlich zum Brot gab es leichteres Brot, Oblaten, vor allem aber Nägel, Draht, Gitterdraht, und durch den Kirchen-Werkstattraum, der im vorbereitenden Spiel für die SchülerInnen sehr präsent war.
Werkstatttag "Zuhause im Hin und Her"
mit dem Bildhauer Thomas Putze und der Religionsklasse aus der Falkertschule am 15.Mai
Werkstatttag "die Hütte Gottes bei den Menschen"
mit dem Bildhauer Thomas Putze und der Religionsklasse aus der Neckarrealschule am 14.Mai
Bandfestival
Das 1.Bandfestival in der Jugendkirche fand am 12.Mai statt. In dieser Nacht spielten die Bands Liquid Gold, SilverStripe und 23EURO80
Jugendarbeit in der Stadt
Die Seminarreihe "Jugendarbeit in der Stadt" tagte in der 2.Maiwoche in der Jugendkirche.
Free Style Battle
Erster Free Style Battle in der Jugendkirche am 4.Mai 07
Werkstatttag "Pfingstrot-Farbbewegungen mit einer Kirchenfarbe"
mit der Künstlerin Gabi Erne und der Religionsklasse aus dem Saliergymnasium/ Waiblingen am 4.Mai
Werkstatttag "lasst uns Hütten bauen!"
mit dem Bildhauer Thomas Putze und der Religionsklasse aus der Riedseeschule am 3.Mai
Werkstatttag
mit dem Bildhauer Thomas Putze und der Religionsklasse aus der Rosensteinschule am 26.April
Aus Europaletten und zusammengesuchtem Schrott bauten wir uns in der Kirche kleine Behausungen. Akkuschrauber surrten, Hammerschläge gemischt mit Rufen wie:" Platz da, Schwertransport!!" wandelten den besinnlichen Kirchenraum in eine Baustelle um. Selbst wer nicht jeden Sonntag zum Gottesdienst geht, fragte sich, ob das noch zulässig sei.Dabei bekamen wir beim warming up mit, dass die Situation der frühen Kirche ähnlich ungemütlich war. Jesus war weg..wie sollte es weiter gehen? "Gehen" war auch bei uns an diesem Tag ein wichtiges Element. Nach einer intensiven Bauphase ging es ins Atelier des Bildhauers Thomas Putze, der zeigte, was aus Wegwerfmaterial alles entstehen kann. Aus dem dichten Skulpturenwald des Ateliers wanderten wir hinaus auf das teils trostlose Areal des inneren Nordbahnhofs. Da und dort konnten wir etwas aufsammeln um unsere Hütten "auszuschmücken", ein kaputter Stuhl, ein Stück Rohr, aber auch eine abgebaute Rutsche. Beim Trott über die staubigen Schotterpisten meuterte der eine oder andere..."was sollen wir hier eigentlich?" Manches Gespräch drehte sich auch um die Perspektiven der Schüler nach dem Hauptschulabschluss. Ungewisse Zukunft nicht nur bei den Jüngern damals in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten.Wie man mit solchen Situationen umgehen kann, konnten wir beispielhaft an den Paletten erfahren. Am Anfang hat man keine Ahnung wie das gehen soll, dann probiert man es aus, erprobt, was Nagel und Schraubverbindungen halten und ist überrascht, wie schnell dann plötzlich eine persönliche Rückzugsburg aus dem lapidaren Zeug entstehet. Noch ein paar Details, etwas Farbe und schon fängt man an, sich richtig wohlzufühlen.
Ein Mädchen nagelte am Schluss des workshops noch einen Wachhund aus Palettenteilen zusammen. Schade, dass er nicht verhindern konnte, dass die Hütten später wieder abgerissen werden mussten.
Was bleibt ist die Erfahrung, dass Kirche etwas Veränderliches ist, weil wir Menschen uns (hoffentlich) verändern.
Werkstatttag "ich bin dann mal weg"
mit dem Playing Artist Robby Höschele und der Religionsklasse der Fasanenhofschule am 25.April
Inszenierte Fotografie "Ich bin dann mal weg!"
das war das Thema des Werkstatttages mit dem Playing Artist Robby Höschele und der Religionsklasse der Freien Evangelischen Schule am 24.April
teatro piccolo
Mit seinem aktuellen Stück "Äpfel, Linsen, Götterspeisen - die wunderbare Welt des Alten Testaments" gastierte das teatro piccolo am 22.April in der Jugendkirche
Church Vibration
zum 5. Mal fand am 21.April die Church Vibration in der Jugendkirche statt. Ein ehrenamtliches Team aus der Paulusgemeinde Stuttgart West organisiert dieses einzigartige Event seit 5 Jahren. In dieser Nacht besuchten ca 400 Leute die Martinskirche. Die Musik der erstklassigen DJs, z.B. Paffendorf, Ziggy X und Marc Jerome, begeisterte und sorgte für eine tolle Partystimmung im Kirchenraum.
Das Team der Church Vibration stellte diese Nacht im Rahmen der Friedenswoche der Jugendkirche unter das Motto "wir fordern Frieden - von Stuttgart aus für die ganze Welt!"
Werkstatttag
mit der Künstlerin Gabi Erne und der Religionsklasse aus der Hauswirtschaftsschule Ost am 17.April
Rot ist die Farbe der Liebe, aber auch die Farbe der Wut. Rot ist die Farbe der Leidenschaft und die Farbe des Heiligen Geistes. Wie keine andere Farbe vereinigt Rot scheinbar Gegensätzliches in ihrer Bedeutung. Die SchülerInnen entdeckten diese Facetten in der Alltagssprache und im Rot als Zeichen und Symbol. Manches muss rot sein, manches kann rot sein. Der Dreiklang Heiliger Geist, Bewegung, Rot entwickelte sich über die empfundene Bewegung des Blutes, ganz körperlich. Über biblische Geschichten der Windbewegungen, vom ersten Atemhauch bis zum tosenden Sturm und schließlich der Pfingstgeschichte. Die verschiedenen Temperamente wurden im Spiel wirklich und in Bewegung, auf einer großen Fläche, fanden die SchülerInnen ihren eigenen Rot-Rhythmus.
In der offenen Werkstatt am Nachmittag standen die Materialien des Vormittags zur Verfügung. Große rote Stoffbahnen, Malerfolie, Schnüre, Makulaturpapier, Farbe, Paletten. Die SchülerInnen bauten damit Objekte, Installationen und Kostüme für kleine Inszenierungen, die im Kirchenraum eine besondere Bedeutung bekamen.
Theaterworkshop "Bretter, die die Welt bedeuten"
vom 10. bis 14.04.2007 spielte die Theatergruppe unter der Leitung von Joachim Mierau und Marieke Seeger mit Kreuzen in der Jugendkirche.In dieser Nachosterwoche wurden viele Dimensionen des Kreuzes durch Choreografien, durch Bilderspiele, durch das Spiel mit Paletten erlebbar. Der Höhepunkt war die Aufführung am Samstag, bei der die Palettenlandschaft in der Kirche eindrücklich mit Bewegungs- und Wortspielen zum Kreuz bespielt wurde.
Die Zukunft von Kirchenräumen – eine Diplomarbeit in der Martinskirche
Das Architektenteam „Kirchentrojaner“ (Martin Blumenroth und Gerald Klahr) arbeitete in ihrer Diplomarbeit in Architektur über die 4 Kirchen der Nordgemeinde Stuttgart und untersuchten deren jeweilige Potentiale innerhalb des Stadtviertels. In jeder Kirche führten sie eine Raumaktion durch und „verwickelten“ die Kirchenbesucher in interessante Aktionen zu Raumerfahrungen. Dabei entstand zu jeder Kirche eine Skulptur mit Zukunftsperspektiven, die in der Martinskirche/ Jugendkirche ausgestellt wurden. Für die Martinskirche/ Jugendkirche bauten die beiden ein Zukunftsmodell. Die Diplomprüfung fand im Februar in der Martinskirche statt, bei der neben den 6 prüfenden Professoren ca. 50 Studenten und Studentinnen der Kunstakademie anwesend waren. Nach einer Präsentation der beiden Diplomanten gab es ein anregendes Gespräch über Kirchbau in der Gegenwart.
Die Ausstellung ist im Seitengebäude der Martinskirche bis Juni 2007 zu sehen.
Weitere Informationen zur Arbeitsweise der Kirchentrojaner unter http://www.kirchentrojaner.de/
