Werkstatttage Jugendkirche 2018

Die Werkstatttage der Evangelischen Jugendkirche Stuttgart sind ein Angebot für Stuttgarter Schulen. Verschiedene KünstlerInnen arbeiten zusammen mit den pädagogischen Fachkräften der Jugendkirche auf ihre individuelle Art aktiv mit. Von einer Künstlerin für Latexobjekte, über einen Bilderhauer und Performancekünstler, bis hin zu einer professionellen Photographin arbeiten diese KünstlerInnen mit den SchülerInnen zu einem Lebens- und Glaubensthema im Kirchenraum. Denn das Ziel der Werkstatttage ist, dass die SchülerInnen die Kirche auf eine neue Art entdecken und erleben. 

‚Gott liebt mich, er kennt mich bei meinem Namen und vor allem sind wir nie vergessen‘. Dies waren einige der wichtigen christlichen Impulse, wie auch Werte, die zum Einstieg vermittelt wurden. 

Des Weiteren befassten sich die SchülerInnen mit unterschiedlichsten Themen, beispielsweise die „Schöpfungsbewahrung“ und das „Fußspuren hinterlassen“.

An zwei Werkstatttagen war es das Ziel, die SchülerInnen zu den Themen NS-Zeit und Antisemitismus zu sensibilisieren. Da die Jugendkirche eine breite, zudem beeindruckende und beziehungsreiche Geschichte besitzt, bot es sich umso mehr an, einen historischen Rundgang durch die Kirche und ihrer Umgebung zu unternehmen. Dabei betraten wir den Bunker der Kirche, besuchten das Mahnmal am Nordbahnhof sowie den christlichen und jüdischen Teil des Pragfriedhofs.

Die gewonnenen historischen Erkenntnisse und thematisierten christlichen Werte flossen in die anschließenden Kunstwerke, welche die Jugendlichen erarbeiteten, mit ein. 

Aber was hat das alles mit Kunst zu tun?

Kunst weckt Emotionen und gibt Menschen den Freiraum, ihre persönlichen Erkenntnisse auf eine kreative Art und Weise darzustellen. Die künstlerische Arbeit bot einen neuen Zugang zu christlichen Werten, wie Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Zivilcourage. 

 

Wir haben die Werkstatttage als ein tolles Angebot wahrgenommen, denn es bietet den SchülerInnen einen völlig neuen Zugang zu einem bekannten Thema. Die Jugendlichen erlebten wir aufgeweckt, neugierig und offen gegenüber den Inhalten der Werkstatttage. Zudem entstanden beeindruckende und kreative Kunstwerke, die mühevoll erarbeitet wurden. Wir freuen uns, dass wir mitwirken durften und somit auch eigene wertvolle Erfahrungen sammeln konnten.

Pfingstnacht 2018

Berührende, aufrüttelnde Klänge des Musikers Scott Roller begleiteten die eindrucksvolle Performance von Stefanie Quaas und Thomas Putze in der Jugendkirche anlässlich der Nacht der Offenen Kirchen an Pfingstsonntag.

Die Besucher zeigten sich beeindruckt von der ganz besonderen Atmosphäre im Kirchenraum. Eindringlich wurde die Situation von flüchtenden und hilfesuchenden Menschen dargestellt. Unzählige bunte Schiffe, umgeben von Wellen, herabgeworfene Rettungsringe und die in großen Buchstaben an die Wand drapierten Worte RESCUE, HELP und MERCY regten zum Nachdenken an.

Der Performance im Kirchenraum, jeweils zur vollen Stunden, beginnend um 19 Uhr, schloss sich ein zweiter Teil im Untergeschoss der Martinskirche im ehemaligen Lazarettbunker unter der Anleitung von Jugendpfarrer Matthias Rumm an. Im ganzen Haus waren Arbeiten von Schüler*innen zu sehen, die während der Werkstatttage seit Ostern unter Anleitung von Künstler*innen und pädagogischer Begleitung der hauptamtlichen Mitarbeiter*innen der Jugendkirche entstanden waren.

Danach gab es die Möglichkeit für ausführliche Gespräche. Ein Angebot, das von den Besuchern sehr gut angenommen wurde.

Die rege Teilnahme, die guten Gespräche sowie die einfühlsame Darstellung der Situation der hilfesuchenden Menschen zeigten, wie wichtig es ist, sich in vielfältiger Hinsicht mit dieser wichtigen Thematik auseinander zu setzen und machten diese Pfingstnacht in der Jugendkirche zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Mit dem Segen durch die Prüfungen - PrüfungsSegen 2018

Jedes Jahr auf's Neue: sie stehen alle wieder Kopf: Schülerinnen und Schüler verschiedener Schularten in ganz Baden-Württemberg, ja in ganz Deutschland. Denn in der Osterzeit beginnen für sie wieder die schriftlichen Abschlussprüfungen. Egal ob Hauptschüler oder Realschüler, Schüler von Werkrealschulen oder von den verschiedenen Gymnasien.

Damit sie alle die Nerven behalten, mal vom Lernstress runterkommt oder einfach nur seelisch gestärkt in die Prüfungsphase gehen kann, gab es am 16. April bereits zum dritten Mal gemeinsam von der Evangelischen und der Katholischen Kirche in Stuttgart vorbereitet einen Prüfungssegensgottesdienst. Und dieser fand im Denklabor der künftigen Jugendkirche des YouCh in St. Nikolaus statt.

„Hoffe, sei stark und dein Herz fasse Mut“, so das Thema des diesjährigen kurzen Gottesdienstes. Einfach zur Ruhe kommen, nichts machen müssen, sich beschenken lassen und sich vergewissern, dass Gott dabei ist. Während der Prüfungszeit, einer besonderen Phase im Leben, erfährt man ein kleines Stück Begleitung und bekommt Mut und Vertrauen mit auf den Weg. Wir bauen dabei auf Gott, für den wir keine Leistungen bringen müssen. Dabei kamen die Schülerinnen und Schüler, um sich vom katholischen Jugendpfarrer Pater Jörg und vom evangelischen Jugendpfarrer Matthias Rumm ganz persönlich segnen zu lassen.

Weitere Informationen zum PrüfungsSegen auch an anderen Orten unter www.pruefungssegen.de.

In diesem Jahr berichtete regio.tv über den PrüfungsSegen. Ein kurzes Video gibt es hier.